Programm der INITIATIVE HECHINGER SYNAGOGE e.V.

Über die Webseite können keine Reservierungen etc. vorgenommen werden.

 

Bezüglich Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an diese Adresse: "Initiative Hechinger Synagoge e. V.", E-Mail: [email protected],Tel. 07471/6628. Hierbei gibt es generell nur Abendkasse. Falls Vorverkauf möglich ist, wird dies im Programm vermerkt.


Der Trägerverein "Initiative Hechinger Synagoge e.V." unter dem Vorsitz
von Lothar Vees und Kornelia Maas hat ungefähr 100 Mitglieder. Als Kassier
fungiert Franz Weck.

Programm erstes Halbjahr 2026 Alte Synagoge Hechingen

 Donnerstag, 8. Mai – Sonntag, 10. Mai 2026


13. Internationales Klang-Labor Hechingen Festival – „Luft!“


Die Festivalausgabe „Luft!“ im Mai 2026 widmet sich dem unsichtbaren Medium der Klänge. Als Träger von Schallwellen macht Luft Musik und Kommunikation überhaupt erst möglich. Doch ihre Reinheit und Qualität sind nicht überall gleich: Luftverschmutzung und Umweltveränderungen beeinflussen nicht nur das Leben, sondern auch die ästhetische Erfahrung von Musik – sei es durch veränderte Akustik oder als symbolisches Motiv künstlerischer Reflexion.
Im Mittelpunkt des Programms stehen Werke für Blasinstrumente großer Komponisten wie W.A. Mozart, L. v. Beethoven und Johann Sebastian Bach. Auch Vokalwerke sowie die Königin der Instrumente, die Orgel, dürfen dabei nicht fehlen.
Freuen sie sich auf internationale Gäste, darunter die Flötistin Gili Schwarzmann, der australische Oboist Prof. Nick Deutsch, der Fagottist Mor Biron und viele herausragende Künstlerinnen und Künstler.
Weitere Informationen zum aktuellen Festivalprogramm finden sie unter: 
www.klanglabor-hechingen.de
Tickets: [email protected], oder Tel.: 07477-8611


Sonntag, 17. Mai 2026, 17 Uhr


Mosaiken – Klangbilder jiddischer Musik


"Schlamassel", "zocken", "Tacheles" oder "Schmutz" - Was haben alle diese Worte gemeinsam? Zwei Dinge: Wir benutzen sie oft in unserem Alltag UND es sind jiddische Worte! Ohne es zu wissen, tragen wir Spuren der Jiddischen Kultur weiter. Aber was war diese überhaupt und gibt es sie heute immer noch?
Bei "Mosaiken" setzen wir das Bild dieser vergessenen Welt Stück für Stück zusammen. Sie lernen jiddische Lieder kennen, von Tango bis Romanze, vom Wiegen- bis zum Hochzeitslied, und erfahren, wie Jiddisch uns alle immer noch begleitet und wo es heute weiterlebt. 
Fernab von Klezmer widmen wir uns den teils vergessenen jiddischen Liedern und kombinieren diese mit Elementen der klassischen Musik - einem Piano und einem kleinen Chor.
Leitung & Gesang: Julia Lerner, Moderation: Alexander Lerner, Pianistin: Marite Männi, 
Ebenfalls beteiligt: Projektchor Mosaiken
Eintritt: 25 Euro, ermäßigt 20 Euro

 

 

Donnerstag, 18.6.26, 19 Uhr

 

Lesung des Schriftstellers Doron Rabinovici zum aktuellen Antisemitismus und zum medialen Rechtsextremismus  


Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

 

Doron Rabinovici wird seinen Essay »Angesichts des Siebenten Oktober. Auslöschung und Geiselnahme« und aus seinem Roman „Die Einstellung“ vorlesen.
In »Angesichts des Siebenten Oktober. Auslöschung und Geiselnahme« ergründet Rabinovici die Auswirkungen der Massaker vom 7. Oktober 2023 auf jüdisches Leben weltweit. Vor dem Hintergrund von Gewalt und Eskalation, der weltweiten Welle an antisemitischer Hetze, doch auch der Kriegsschrecken geht er seiner eigenen Zerrissenheit nach.
Rabinovici verleiht so der Trauer eine Stimme. Aber überall gewinnen die Scharfmacher Oberhand.In seinem Roman „Die Einstellung“ erzählt Doron Rabinovici von diesen Gefahren. Geschildert wird die Anziehungskraft des Autoritären und die Macht der alten Vorurteile. Es geht um den Kampf eines Populisten gegen einen Fotografen, der genau weiß, dass jede Aufnahme Zeugnis einer Einstellung ist.
Doron Rabinovici, 1961 in Tel Aviv geboren, lebt in Wien. Publ. u.a: „Instanzen der Ohnmacht. Wien 1938-1945. Der Weg zum Judenrat“ (Jüd. Verlag bei Suhrkamp – 2000); „Neuer Antisemitismus? Fortsetzung einer globalen Debatte“ (ed. Suhrkamp – 2019) herausgegeben mit C. Heilbronn und N. Sznaider, „Andernorts“ Roman (Suhrkamp – 2010); „Die Einstellung“. Roman; (Suhrkamp – 2022) „Die letzten Zeugen“ Ein Theaterprojekt gem. mit M. Hartmann, Wiener Burgtheater 2013-2015; Auszeichnungen u.a.: Clemens-Brentano-Preis, Anton-Wildgans-Preis und Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln.
 
Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. in Kooperation mit der Regionalgruppe Böblingen/Herrenberg/Tübingen des Vereins "Gegen Vergessen - Für Demokratie" und dem Tübinger Bündnis für Israel - gegen Antisemitismus 

Montag, den 29.6. um 19.30 Uhr

 

Dos gezang fun vilner geto – Lieder aus dem Wilnaer Ghetto

 

Lesung mit Musik: 


Eintritt: 25 € ermäßigt 20 €

Was geschah im Ghetto von Wilna unter der deutschen Besatzung, die sich das Ziel gesetzt hatte, die gesamte jüdische Bevölkerung zu ermorden und ihre Kultur auszulöschen? Lieder erzählen diese Geschichte.
Fast siebzig Jahre war diese Liedersammlung aus dem Ghetto von Wilna nur wenigen Spezialisten bekannt. Nun haben Dieter Koller (Tübingen) und Sebastian Wogenstein (Hartford, USA) sie neu herausgegeben, die hebräischen Lettern des Jiddischen transkribiert und die Lieder in ein singbares Deutsch übertragen. Sie werden in beiden Sprachen Texte aus der Sammlung lesen, Geschichten zur Entstehung der Lieder erzählen und Fotos dazu zeigen.

1947 erschien in Paris ein großformatiges, 55-seitiges Heft unter dem Titel Dos gezang fun vilner geto, herausgegeben von dem Dichter und Partisan Shmerke Kaczerginski. Es enthielt eine Sammlung von 37 Liedern, die im Ghetto von Wilna in der Zeit der deutschen Besatzung und der Shoah entstanden und die Erfahrungen der Bevölkerung beschreiben. Nur 100 nummerierte Exemplare wurden gedruckt. Einige dieser Lieder sind heute weltberühmt, andere kaum bekannt. Die kommentierte Neuedition dieser Sammlung mit Noten und deutscher Übertragung ist 2025 beim Verlag Hentrich & Hentrich erschienen. Die Ausgabe enthält auch QR-Codes zu Aufnahmen der Lieder.
Dieter Koller und Sebastian Wogenstein haben die Schicksale der genannten Personen sowie die Geschichte der Orte sorgfältig recherchiert. Zusätzliche Materialien und Abbildungen geben einen bewegenden Eindruck vom entschlossenen Widerstand gegen die Besatzer, die mit der Bevölkerung auch die vielfältige jüdische Kultur Wilnas auslöschen wollten.
Eine Auswahl der Lieder wird rezitiert und ihre Entstehungsgeschichte mit Bildern erläutert. 
Zwischendurch machen Frank Wekenmann und Joscha Glass Musik.

Sprecher:
Dieter Koller, Sebastian Wogenstein  

Musik:
Frank Wekenmann, Gitarre
Joscha Glass, Bass

 


Sonntag, 6. September 2026


Tag der jüdischen Kultur
Der jüdische Friedhof am Galgenrain- ein Archiv aus Stein

Führung mit Jörg Küster
Treffpunkt: Am Tor zum Jüdischen Friedhof, Am Fichtenwald 1

14:00 - ca. 16:00 Uhr

 

Termine des Toralernkreises (18:30 bis 20:00 Uhr):

Der Tora-Lernkreis beschäftigt sich mit der Lektüre und Auslegung der jeweiligen Wochenabschnitte der Tora, die am jeweils folgenden Schabbat in den Synagogen gelesen werden. Mit Hilfe jüdischer Kommentierungen erschließen wir uns die Texte und lernen etwas über das Judentum und seine Weise, die Schrift zu lesen.

 

Jeweils Do von 18:30 bis 20:00 Uhr

 

22.1.26,

19.2.26,

19.3.26,

18.6.26,

24.9.26

Der Lernkreis findet in der Synagoge statt.


Allgemeine Öffnungszeiten

Öffnungszeiten: Die Synagoge ist sonntags von 14:00 – 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 2 €, SchülerInnen und Studierende haben freien Eintritt. 

 



 

Die Öffnungszeiten entfallen bei Konzerten und/oder Vorträgen an den jeweiligen Sonntagen.

Auf Ihren Besuch, Ihre Spende oder auch Ihre Mitgliedschaft freut sich die

Initiative Hechinger Synagoge e.V.,

Heiligkreuzstraße 55,

72379 Hechingen

IBAN:  DE95 6535 1260 0079 0479 08BIC:  SOLADES1BAL (Sparkasse Zollernalb)

 

Enthaltene Personen und Gruppen: Lea Fleischmann, Johanna Pommranz, Joachim Hahn, Kurt Weill, Rudolf  Guckelsberger, Norbert Kirchmann, Sopralaria, Sabine Kreutzberger, Veronique Simons, Wilu Mann, Christiane Schmidt, Mössinger Vokalensemble, Verein Alte Synagoge Hechingen