Programm der INITIATIVE HECHINGER SYNAGOGE e.V.

Über die Webseite können keine Reservierungen etc. vorgenommen werden.

 

Bezüglich Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an diese Adresse: "Initiative Hechinger Synagoge e. V.", E-Mail: info@alte-synagoge-hechingen.de,Tel. 07471/6628. Hierbei gibt es generell nur Abendkasse. Falls Vorverkauf über RESERVIX oder über Tel. 074778611 möglich ist, ist dies im Programm vermerkt.

 

"Karten für die Reihe "Hechinger Musiker zu Gast in der Synagoge" gibt es nur an der Abendkasse.

 


Der Trägerverein "Initiative Hechinger Synagoge e.V." unter dem Vorsitz
von Lothar Vees und Kornelia Maas hat ungefähr 100 Mitglieder. Als Kassier
fungiert Wilfried Schenkel.

Hinweis: COVID-19

Auf Grund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Auflagen hat sich der Vorstand der Initiative Hechinger Synagoge e.V. entschieden, dass der Eintritt zu Veranstaltungen in der Alten Synagoge im zweiten Halbjahr 2020 auf Spendenbasis erfolgt. Die angedachten Eintrittspreise bleiben als Richtwerte im Programm stehen.

Bitte beachten Sie bei Ihrem Besuch in der Alten Synagoge die aktuell gültigen Hygiene- und Abstandsregeln (siehe Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/).

Die BesucherInnenzahl ist derzeit stark eingeschränkt. Für Veranstaltungen müssen Sie sich per Email an info@alte-synagoge-hechingen.de vorab anmelden und folgende Angaben pro Person machen:

  • - Vor- und Nachname
  • - Anschrift
  • - Telefonnummer


Die Situation kann sich jederzeit ändern. Ob und wie eine Veranstaltung stattfindet, erfahren Sie über die Webseite www.alte-synagoge-hechingen.de, die lokale Presse und/oder über den Emailverteiler der Initiative Hechinger Synagoge (Anmeldung über info@alte-synagoge-hechingen.de).

2 - 2020

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus


27. Januar 2021, 19:00 Uhr


Die gerichtliche Aufarbeitung von Misshandlung und Deportierung in die Vernichtung

 

Interessierte melden sich bitte bis 27. Januar 2021 12:00 Uhr an vonbremen@gedenkstaettenverbund-gna.org an und erhalten dann einen Zugangslink!

Die Aufarbeitung der an den jüdischen Bürgern in Haigerloch und Hechingen begangenen Verbrechen durch die deutsche Justiz in der Nachkriegszeit (1946-1950) am Beispiel der Prozesse gegen Paul Schraermeyer und Josef Kronenbitter und Mittäter


Der Vortrag behandelt exemplarisch und vergleichend die Prozesse in der Nachkriegszeit gegen den Hechinger Landrat Paul Schraermeyer in Zusammenhang mit den Judendeportationen in Hohenzollern 1941/42 sowie gegen Josef Kronenbitter und weitere Straftäter im Zusammenhang mit den 1939 in Haigerloch nach dem Hitlerattentat begangenen Misshandlung von Haigerlocher Juden.


Vortrag von Dr. Andreas Zekorn


Am 18. April 1947 waren bei der Staatsanwaltschaft Hechingen sieben Strafsachen wegen Ausschreitungen gegen Juden und jüdisches Eigentum während der Zeit des nationalsozialistischen Unrechtsregimes im damaligen Landkreis Hechingen anhängig. Die Aufarbeitung der regionalen Verbrechen, die während der nationalsozialistischen Unrechtsherrschaft begangen wurden, durch deutsche oder – in unserer Region – französische gerichtliche Instanzen in der unmittelbaren Nachkriegszeit bis etwa zum Jahre 1950 war kaum Gegenstand wissenschaftlicher Aufarbeitung sei es durch Historiker, sei es durch Juristen. Dieser Befund gilt nicht nur für das Gebiet der früheren Landkreise Balingen und Hechingen, sondern konnte noch 2013 allgemein zumindest für Westdeutschland gezogen werden. Mittlerweile erfuhr die jurisdiktionelle Aufarbeitung ein erhöhtes Interesse. So wurde gerade der Prozess gegen den Hechinger Landrat Paul Schraermeyer in der überregionalen Forschungsliteratur relativ intensiv untersucht. Der Vortrag behandelt exemplarisch und vergleichend die Prozesse gegen den Hechinger Landrat Paul Schraermeyer in Zusammenhang mit den Judendeportationen in Hohenzollern 1941/42 sowie gegen Josef Kronenbitter und weitere Straftäter im Zusammenhang mit den 1939 in Haigerloch nach dem Hitlerattentat begangenen Misshandlung von Haigerlocher Juden. Bemerkenswert sind in beiden Fällen die durch das Landgericht Hechingen 1947 unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Dr. Alexander von Normann auf der Grundlage des Kontrollratsgesetzes Nr. 10 ergangenen Urteile, in denen die Verbrechen historisch und juristisch aufgearbeitet wurden und die zu einer Verurteilung der Angeklagten zu Haftstrafen führten. In beiden Fällen verwarf 1948 der Strafsenat des Oberlandesgerichts Tübingen unter Vorsitz des Oberlandesgerichtspräsidenten Prof. Dr. Emil Niethammer in den Revisionsverfahren die Hechinger Urteile auf der Grundlage des deutschen Strafgesetzbuches. Dies führte im Falle Schraermeyrs zu einem Freispruch und in den anderen Fällen zu einer wesentlichen Abmilderung der Urteile.


Dr. phil. Andreas Zekorn (*1957 in Sigmaringen) studierte Geschichte und Germanistik in Tübingen und Wien und promovierte 1989 zum Thema Zwischen Habsburg und Hohenzollern. Verfassungs- und Sozialgeschichte der Stadt Sigmaringen im 17. und 18. Jahrhundert. Nach der Ausbildung für den höheren Archivdienst in Karlsruhe und Marburg ist er seit 1991 Leiter des Kreisarchivs Zollernalbkreis in Balingen. Er veröffentlichte und ist Mitherausgeber von zahlreichen Publikationen zur Landeskunde Südwestdeutschlands mit den Schwerpunkten Hohenzollern, Zollernalbkreis, Stadtgeschichte, Frühe Neuzeit, Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte. Dr. Zekorn hat sich zudem intensiv mit dem Komplex „Unternehmen ‚Wüste“‘ und somit den Konzentrationslagern im Gebiet des heutigen Zollernalbkreises beschäftigt. Zuletzt erschien von ihm Todesfabrik KZ Dautmergen. Ein Konzentrationslager des Unternehmens „Wüste“ mit einem Epilog zu dem polnischen Schriftsteller und KZ-Häftling Tadeusz Borowski, Stuttgart 2019 (= Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs Band 49. Herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg).


Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Hohenzollerischen Geschichtsverein.


Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten.

 

 

 

2021: Jüdisches Leben in Deutschland

 

24. Februar 2021, 19:00 Uhr

"Des Juden Katechismus ist sein Kalender": Schabbat und Jahreskreis im Judentum

Vortrag von Sebastian Hobrack M.A.

Die Veranstaltung wird sowohl als Zoom-Meeting als auch per YouTube-Livestream stattfinden.

Interessierte, die am Zoom-Meeting teilnehmen möchten, melden sich bitte bis 24. Februar 2021 12:00 Uhr per Email bei vonbremen@gedenkstaettenverbund-gna.org an. Der Zugangslink wird rechtzeitig am Tag des Vortrags zugeschickt.

Ohne Anmeldung kann man sich den Vortrag auch per Livestream auf dem YouTube-Kanal des Gedenkstättenverbunds Gäu-Neckar-Alb e.V. anschauen: https://youtu.be/yWnDL1j6MIM


Die wichtigsten Grundideen der jüdischen Religion kommen in dem Rhythmus zum Ausdruck, nach welchem wir unsere Lebenszeit gliedern. Da sind zunächst die Tagesgebete und der wöchentliche Ruhetag Schabbat, in denen der Mensch sich als Gottesschöpfung und seinen Auftrag in der Welt verstehen lernen soll. Darüber hinaus haben die Bibel, die jahrtausendelange Geschichte des Judentums und seine Verbundenheit mit Israel als Land einen Jahresrhythmus von Anlässen des Feierns und Gedenkens hervorgebracht, in welchen der Abend in der Alten Synagoge einen Einblick schaffen soll. Vor allem soll Gelegenheit sein, mit dem Referenten selbst ins Gespräch zu kommen – darüber, was Judentum bedeutet und wie es ist, als Jude in Deutschland zu leben (Fragen, die Sie vielleicht schon länger einmal einem Juden stellen wollten, sind ausdrücklich erwünscht, auch sensible).

Sebastian Hobrack M.A. (geb. 1972) wurde in Jerusalem, Berlin und Amsterdam ausgebildet und ist von Beruf Lehrer für die Schulfächer Jüdische Religion und Hebräisch. Seit 2016 ist er Mitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg. Herr Hobrack ist verheiratet, hat ein Kind und wohnt in Stuttgart-Obertürkheim.

Eine Veranstaltung im Rahmen von "2021: Jüdisches Leben in Deutschland" (https://2021jlid.de/) und der "Woche der Brüderlichkeit".

 

 

 

 

Donnerstag, 15. April 2021, 20:00 Uhr

Der arabische Blick auf Israel

Online-Vortrag von Prof. Dr. Johannes Becke

Die Veranstaltung wird als Zoom-Meeting stattfinden. Interessierte melden sich bitte bis 15. April 2021 12:00 Uhr per Email bei vonbremen@gedenkstaettenverbund-gna.org an. Der Zugangslink wird rechtzeitig am Tag des Vortrags zugeschickt.

Der arabische Blick auf den Staat Israel wurde geprägt durch Jahrzehnte des Konflikts. Bei näherem Hinsehen zeigt sich aber ein ambivalentes Israel-Bild, das vom Feind bis zum Vorbild reicht. Der Vortrag bietet eine Einführung in die unterschiedlichen Israel-Bilder der arabischen Welt: Neben antizionistischen Dogmen und antisemitischer Propaganda finden sich Motive der heimlichen Bewunderung, der vorsichtigen Aussöhnung und der Nostalgie nach dem Kulturerbe der orientalischen Juden.

Prof. Dr. Johannes Becke studierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und promovierte am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Freie Universität Berlin. Nach einem Postdoc am Israel Institute der School of Interdisciplinary Area Studies an der University of Oxford ist er seit 2015 Juniorprofessor an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.

 

 

 

 

 

Montag, 17. Mai 2021, 20:00 Uhr

"Tränen des Künstlers": Friedensreich Hundertwasser und die Einflüsse der jüdischen Herkunft auf sein Werk

Online-Vortrag von Dr. Joachim Hahn


Die Veranstaltung wird als Zoom-Meeting stattfinden. Interessierte melden sich bitte bis 17. Mai 2021 12:00 Uhr per Email bei vonbremen@gedenkstaettenverbund-gna.org an. Der Zugangslink wird rechtzeitig am Tag des Vortrags zugeschickt.


Tränen gehören als feste Symbole zum Werk Friedensreich Hundertwassers (1928-2000). Seine Persönlichkeit ist geprägt von den Kindheitserfahrungen im nationalsozialistischen Österreich. Die Mutter des als Friedrich Stowasser 1928 in Wien geborenen Künstlers war Jüdin. Nicht nur Hundertwassers Großmutter und Tante, mit denen er und seine Mutter nach der Zwangsübersiedlung in einer Wohnung gelebt hatten, wurden „abgeholt“ und im Konzentrationslager umgebracht. Mehr als 80 weitere Verwandte fielen der Naziherrschaft zum Opfer. „Ich habe das Gefühl, als ob all die ermordeten Menschen aus der Familie meiner Mutter mich dazu ausersehen und beauftragt haben, etwas Bedeutendes zu tun, das so stark und groß (stärker und größer) sein soll als das, was sie alle hätten zusammen tun können, würden sie noch leben.“ (Hundertwasser 1979).

Dr. Joachim Hahn ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sowie Sprecher der Arbeitsgemeinschaft „Alemannia Judaica – Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung der jüdischen Geschichte im süddeutschen und angrenzenden Raum“. Er hat zahlreiche Publikationen zur jüdischen Geschichte in Baden-Württemberg erstellt. Der Referent hat zur Synagoge in Hechingen eine besondere Beziehung: Unter Anderem wurde vor 30 Jahren im Jahr 1987 sein erstes Buch über „Synagogen in Baden-Württemberg“ in der Hechinger Synagoge der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Die Zeit des Nationalsozialismus. Vor 80 Jahren: Das Jahr 1941

digitaler Vortrag von Prof. Dr. Andreas Nachama (Berlin)

Dienstag, 13. Juli 2021
20:00 Uhr

Anhand einer zentralen Quelle, der Berichterstattung der NS-Parteizeitung „Völkischer Beobachter“, geht Andreas Nachama wesentlichen Ereignissen des Jahres 1941 und ihrer medialen Vermittlung nach. Im April 1941 erfolgte der deutsche Überfall auf Jugoslawien und Griechenland. Im Juni 1941 begann der deutsche Eroberungs- und Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Das kommunistische Land sollte zerschlagen und neuer „Lebensraum im Osten“ erobert werden. Mit dem Vormarsch der Wehrmacht und den Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD in ihrem Gefolge setzten auch Massenerschießungen sowjetischer Juden ein. Der deutsche Plan, die Rote Armee in drei Monaten zu besiegen, scheiterte. Im Dezember 1941 traten die USA in den Krieg ein. 1941/42 entstand im Reichssicherheitshauptamt der „Generalplan Ost“ sowie die Vorbereitungen der am 20. Januar 1942 stattfindenden „Wannseekonferenz“, die den Mord an den europäischen Juden koordinieren sollte.

Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama war von 1994 bis 2019 geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors. Von 2005 bis 2015 war er Gründungsdekan des Studienganges Holocaust Studies am Touro College Berlin. Seit dem Jahr 2000 ist Herr Nachama Rabbiner der Synagogengemeinde Sukkat Schalom in Berlin, seit 2016 Jüdischer Präsident des Koordinierungsrates der Christlich-jüdischen Gesellschaften Deutschlands und seit 2019 Vorsitzender der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschlands. Er ist zudem Stiftungsratsvorsitzender des interreligiösen Dialog- und Bauprojekts „House of One“. Herr Nachama hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte des 20. Jahrhunderts und zu jüdischen Geschichte und Gegenwart verfasst.


Teilnahme und Anmeldung: Die Veranstaltung findet als Zoom-Meeting statt. Interessierte melden sich bitte bis Dienstag, den 13. Juli 2021 um 12:00 Uhr per Email bei vonbremen@gedenkstaettenverbund-gna.org an. Der Zugangslink wird rechtzeitig am Tag des Vortrags zugeschickt.

 



19. Juli 2021, 18:30 Uhr

Bürger:innen bauen Brücken - Für Vielfalt und ein friedliches Miteinander in Deutschland

Podiumsdiskussion mit Staatsministerin Annette Widmann-Mauz MdB, Hanna Veiler und Seda Colak

Brücken bauen, Begegnungsräume schaffen – in einem zunehmend polarisierten Gesellschaftsklima ist es wichtig, dass Menschen wieder verstärkt in den Dialog treten. Ob unterschiedliche Herkünfte, ein anderes Aussehen oder verschiedene Religionen: Nur wer bereit ist, miteinander zu reden, kann Trennendes überwinden und Gemeinsamkeiten entdecken. Aus diesem Anlass findet am Montag, den 19. Juli 2021 um 18:30 Uhr in der Alten Synagoge Hechingen eine moderierte Podiumsdiskussion mit folgenden Teilnehmerinnen statt:

  • Annette Widmann-Mauz MdB, Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration im Bundeskanzleramt (https://www.bundesregierung.de/.../staatsministerin-fuer...)
  • Hanna Veiler, Vizepräsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands (https://www.jsud.de/)
  • Seda Colak, wissenschaftliche Mitarbeiterin mit Schwerpunkt Bildung bei Schalom Aleikum (https://www.schalom-aleikum.de/)", Zentralrat der Juden in Deutschland


Teilnahme und Anmeldung: Die Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt. Interessierte melden sich bitte per Email an vonbremen@gedenkstaettenverbund-gna.org bis spätestens Montag, den 19. Juli 2021 um 12:00 Uhr unter Angabe von Vor- und Nachname, Wohnadresse und Telefonnummer zwecks Kontaktnachverfolgung im Sinne der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg an. Teilnehmer:innen müssen außerdem beim Eintritt einen „3G“-Nachweis (entweder vollständig geimpft, genesen oder tagesaktuell getestet) vorlegen; ohne diesen ist keine Teilnahme möglich. Während der kompletten Veranstaltung (auch am Sitzplatz) ist ein medizinischer Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten.



22. Juli 2021, 20:00 Uhr

Die Bedeutung jüdischer Gewerbetreibender und Unternehmer für die Wirtschaft in der Region zwischen 1919 und 1936 – Würdigende Einschätzungen aus heutiger Sicht

Eine Online-Podiumsdiskussion des Gedenkstättenverbundes Gäu-Neckar-Alb e.V. in Zusammenarbeit mit dem Löwenstein-Forschungsverein e.V. (Forschungs- und Archivstelle Artur und Felix Löwenstein) Mössingen – Eine Veranstaltung im Rahmen von „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland | Baden-Württemberg“. Der 22. Juli ist der „Löwensteintag“, der 14. Jahrestag des ersten Besuchs der Familie Löwenstein in Mössingen im Jahr 2009.

Die heutige Region Neckar-Alb war in den zwanziger Jahren und Anfang der dreißiger Jahre vorwiegend geprägt von der Textilwirtschaft. Entlang der Schwäbischen Alb waren zahlreiche Betriebe mit der Textilerstellung, mit der Textilverarbeitung, mit dem Stoffdruck, mit Weben und Stricken befasst. Viele Firmen waren von jüdischen Familien gegründet und geleitet worden. Nach der Machtübergabe 1933 an Adolf Hitler begann die Bedrohung der jüdischen Unternehmerinnen und Unternehmer sowie der jüdischen Händler und Gewerbetreibenden. Die antisemitischen Verbrechen der Zwangsenteignung, der Ausraubung und der Vertreibung in den dreißiger Jahren führten zu einem Umbruch in den regionalen Wirtschaftsstrukturen und in den Innovationsbestrebungen.

Welche Bedeutungen hatten die von jüdischen Familien geführten Betriebe für die regionale Wirtschaft? Welche Innovationsstrategien verfolgten diese Firmen? Welche Auswirkungen haben die damaligen Zwangs„arisierungen“ bis heute in der Region?

Anhand von ausgewählten Fall-Beispielen versucht diese Online-Veranstaltung Antworten auf diese Fragen zu geben und Einschätzungen zu vermitteln. Als DiskussionspartnerInnen nehmen teil: Heinz Högerle, Verein Ehem. Synagoge Rexingen e.V., Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e.V. zu Horber Beispielen; Doris Astrid Muth M.A. (Historikerin, Balingen) zu Hechinger Beispielen; Welf Schröter, Löwenstein-Forschungsverein e.V. zur Pausa in Mössingen; Dr. Martin Ulmer, Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e.V. zu Tübinger und Stuttgarter Beispielen.

Die Moderation liegt in den Händen von Manfred Hantke aus der Redaktion Schwäbisches Tagblatt.

Eintritt frei.

Um Anmeldung für die Zusendung des Zoom-Links bis spätestens 22. Juli, 12 Uhr, wird gebeten an: Benedict von Bremen: vonbremen@gedenkstaettenverbund-gna.org

Tora-Lernkreis - 2020

(in Kooperation mit dem Stuttgarter Lehrhaus - Stiftung für interreligiösen Dialog)

 

Mittwochs, 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr


Im Tora-Lernkreis wird unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Dyma mit Unterstützung von Pfarrerin Marlies Haist anhand des Buches „Jüdische Spiritualität in der Tora und den jüdischen Feiertagen“ (Basel 2016) von Gabriel Strenger und der Lesung eines Auswahltextes der jeweilige Wochenabschnitt der Tora ausgelegt. Im neuen Lernzyklus wird zusätzlich der neue Siddur von Gabriel Strenger „Die Kunst des Betens – Spiritueller Leitfaden zum jüdischen Gebetbuch“ miteinbezogen.


Der Unkostenbeitrag beträgt € 5 pro Sitzung.


Termine:


23. September 2020

28. Oktober 2020

25. November 2020

16. Dezember 2020

20. Januar 2021

Allgemeine Öffnungszeiten

Öffnungszeiten: Die Synagoge ist sonntags von 14h bis 17h geöffnet. Der Eintritt beträgt 2 €, SchülerInnen und Studierende haben freien Eintritt. 

Auf Ihren Besuch, Ihre Spende oder auch Ihre Mitgliedschaft freut sich die

Initiative Hechinger Synagoge e.V.,

Heiligkreuzstraße 55,

72379 Hechingen

IBAN:  DE95 6535 1260 0079 0479 08BIC:  SOLADES1BAL (Sparkasse Zollernalb)

 

Enthaltene Personen und Gruppen: Lea Fleischmann, Johanna Pommranz, Joachim Hahn, Kurt Weill, Rudolf  Guckelsberger, Norbert Kirchmann, Sopralaria, Sabine Kreutzberger, Veronique Simons, Wilu Mann, Christiane Schmidt, Mössinger Vokalensemble, Verein Alte Synagoge Hechingen