Programm der INITIATIVE HECHINGER SYNAGOGE e.V.

Über die Webseite können keine Reservierungen etc. vorgenommen werden.

 

Bezüglich Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an diese Adresse: "Initiative Hechinger Synagoge e. V.", E-Mail: info@alte-synagoge-hechingen.de,Tel. 07471/6628. Hierbei gibt es generell nur Abendkasse. Falls Vorverkauf über RESERVIX oder über Tel. 074778611 möglich ist, ist dies im Programm vermerkt.

 

"Karten für die Reihe "Hechinger Musiker zu Gast in der Synagoge" gibt es nur an der Abendkasse.

 


Der Trägerverein "Initiative Hechinger Synagoge e.V." unter dem Vorsitz
von Lothar Vees und Kornelia Maas hat ungefähr 100 Mitglieder. Als Kassier
fungiert Wilfried Schenkel.

2 - 2019

5 nach 4: Kultur am Sonntagnachmittag

12. Januar 2020, 16:05 Uhr

Neujahrskonzert mit dem Frielinghaus Ensemble

Das Neujahrskonzert mit Gustav Frielinghaus, dem Hamburger Geiger und Primarius des Amaryllis Quartetts, ist schon zu einer Tradition in der Alten Synagoge Hechingen geworden.

Alexander Borodins unvollendetes Sextett d-Moll basiert auf russischen Volksmelodien, während in Peter Iljitsch Tschaikowskys „Souvenir de Florence“ der langsame Satz eine Mondnacht am Ufer des Arno assoziieren könnte und sich Violine und Cello in einem Gondellied zu einem leidenschaftlichen Liebesduett steigern. Ebenso ist Antonín Dvořáks Streichsextett a-Dur eine musikalische Mischung, in der sich Böhmische Volksmusik und Inspirationen aus Wien durch Dvořáks Mentor Johannes Brahms vereinen und die berühmten Slawischen Tänze ebenfalls durchklingen.

Alexander Borodin Streichsextett d-Moll op. Post.
Antonín Dvořák Streichsextett a-Dur, op. 48
Peter Iljitsch Tschaikowsky „Souvenir de Florence“ op. 70

Gustav Frielinghaus, Leonard Fu - Violine
Alejandro Regueira Caumel, Sào Soulez Larivière - Viola
Oliver Léonard, Mathis Merkle - Violoncello

Eintritt: €20 / ermäßigt €15



Hohenzollerisches Landesmuseum
Schloßplatz 5
72379 Hechingen
https://www.hzl-museum.de/

Dienstag, 14. Januar 2020 bis Sonntag, 1. März 2020

Ausstellung: „Ich habe den Krieg verhindern wollen – Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939“

Das Hohenzollerische Landesmuseum zeigt die Wanderausstellung „Ich habe den Krieg verhindern wollen – Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939“ der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (https://www.gedenkstaetten-bw.de/ausstellung_elser.html).

Öffnungszeiten und Eintrittspreise entnehmen Sie bitte der Webseite des Hohenzollerischen Landesmuseums: https://www.hzl-museum.de/de/Information/Information

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Weiter! Mit Widerstand“ des Weiter! Bildungsnetzes Hechingen.



Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Sonntag, 26. Januar 2020, 19:00 Uhr

Georg Elser - gegen Hitler, gegen den Krieg

Vortrag von Josef Seibold (Georg Elser Gedenkstätte Königsbronn)

Georg Elser (* 4. Januar 1903 in Hermaringen + 9. April 1945 im KZ Dachau) führte am 8. November 1939 ein gescheitertes Attentat auf Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller aus. Er gehörte somit zu den aktiven Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus.

In seinem Vortrag anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wird Josef Seibold von der Georg Elser Gedenkstätte Königsbronn darstellen, wie unglaublich schnell innerhalb von knapp 18 Monaten die nationalsozialistische Diktatur im Deutschen Reich errichtet wurde und wie die von Josef Goebbels gesteuerte NS-Propaganda die Menschen verführte. Herr Seibold wird auf die Lebenserfahrungen Georg Elsers und seine Motive, die „Obersten“ der NS-Führung (Adolf Hitler, Josef Goebbels, Hermann Göring) töten zu wollen, eingehen sowie die Planung, Durchführung und den Zeitpunkt des Attentats beleuchten. Frei nach Immanuel Kant bedeutet das Beispiel Georg Elsers für Josef Seibold: „sapere aude!“ - „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Weiter! Mit Widerstand“ des Weiter! Bildungsnetzes Hechingen.

Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten.

 

1 - 2020

Sonntag, 9. Februar 2020, 11:00 Uhr

Ausstellungseröffnung
Ausstellung Mina Gampel: „Ich male, um Menschen Freude zu bereiten“

Mina Gampel sagt selbst über Ihre Werke: „Das Betrachten meiner Bilder soll Menschen glücklich machen. Den Tag zu gewinnen heißt, ihn mit einem Lächeln zu beginnen. Ich male, um Menschen Freude zu bereiten.“ Ihre Motive sind Individuen und Blumen, besonders aber die Aufarbeitung und Bearbeitung der jüdischen Kultur.

1941 musste die in einem Schtetl im heutigen Weißrussland geborene Mina Gampel als Einjährige mit ihren Eltern vor den Deutschen fliehen. 1957 siedelte sie nach Israel über und kam 1967 nach Deutschland. Dort lebt und arbeitet Mina Gampel seit 1969 in Stuttgart.

Zur Ausstellungseröffnung spricht Dr. Cornelia Hecht-Zeiler (Haus der Geschichte Baden-Württemberg).

Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten.


Öffnungszeiten der Ausstellung: 9. und 23. Februar von 14:00 Uhr bis 15:45 Uhr, 16. Februar und 1. März 2020 von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr, 13., 20. und 27. Februar von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Eintritt: € 2 / SchülerInnen und Studierende frei



5 nach 4: Kultur am Sonntagnachmittag

Sonntag, 9. Februar 2020, 16:05 Uhr

Wien 1900 - Lieder jüdischer Komponisten (Gustav Mahler zum 160. Geburtsjahr)

Konzert mit I-Chiao Shih (Mezzosopran) und Clemens Müller (Klavier)

Zu seinem 160. Geburtstag möchte dieser moderierte Liederabend den großen jüdischen Klangphilosophen in den verschiedenen Facetten seines Schaffens erlebbar machen.

Eintritt: € 15 / ermäßigt € 10



5 nach 4: Kultur am Sonntagnachmittag

Sonntag, 23. Februar 2020, 16:05 Uhr

Musikalische Reise: Jüdische Komponisten des Alten Europa

Konzert mit Jochen Brusch (Violine, Moderation) und Alexander Reitenbach (Klavier)

Jochen Brusch und Alexander Reitenbach spielen Werke von Carl Goldmark, Joseph Joachim, Heinrich Wilhelm Ernst, Felix Mendelssohn, Henryk Wieniawski und Joseph Achron.

Das Programm enthält sowohl Stücke im hebräischen Tonfall (J. Achron, E. Bloch) als auch - und vor allem - Musik im Stil der damals vorherrschenden Romantik, die sich oftmals durch ein ausgesprochen nationales Kolorit auszeichnet. Diese nationalen Eigenheiten hören wir deutlich in der elegischen Romanze aus dem „Ungarischen Violinkonzert“ von J. Joachim , in Wieniawskis mitreißender Mazurka oder im charmanten „Caprice Viennois“ von Fritz Kreisler, um einige wenige Stücke herauszugreifen. Allen Werken gemeinsam ist eine enorme Stärke des Ausdrucks und eine idiomatische Schreibweise für die Geige, waren doch die Komponisten auch exzellente Geiger und somit mit den Spielmöglichkeiten des Instrumentes bestens vertraut. Das Konzert ist gleichsam ein Streifzug durch das alte Europa. Es erklingt Musik, wie sie vor den verheerenden Veränderungen des 20. Jahrhunderts überall zu hören war. Es ist somit ein musikalisches Bild einer versunkenen Zeit, einer Epoche, in welcher die jüdische Kultur, wenn auch damals bereits nicht immer unbeschwert, im kulturellen Leben Europas noch auf natürliche Art integriert war.

Auf dem Programm stehen u.a. Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert, „Nigun“ von Ernest Bloch „Hebräische Melodie“ von Joseph Achron, „Gebet“von Georg-Friedrich Händel in der Bearbeitung von Carl Flesch oder „Widmung“ von Robert Schumann in der Bearbeitung von Leopold Auer.

Eintritt: € 15, ermäßigt € 10.



5 nach 4: Kultur am Sonntagnachmittag

Sonntag, 8. März 2020, 16:05 Uhr

„Auf 88 Tasten um die Welt“: Musikalische Reisebilder für Klavier zu vier Händen

Konzert mit Ye Ran Kim und Clemens Müller

Die Pianisten Ye Ran Kim und Clemens Müller nehmen Sie in diesem moderierten Konzert mit auf eine musikalische Weltreise durch 18 Länder auf 4 Kontinenten. Mit der Blütezeit des Virtuosentums hielt auch das Reisefieber Einzug in die Musikwelt der Romantik. Franz Liszt konzertierte von Dublin bis Konstantinopel, Robert und Clara Schumann folgten einer Einladung an den russischen Zarenhof, Antonin Dvorak wurde von einem lukrativen Job-Angebot nach New York gelockt und Camille Saint-Saens vagabundierte ganze 14 Jahre lang ohne festen Wohnsitz zwischen Kairo und Saigon. Umgekehrt kamen ständig neue Musik-Genies aus fernen Ländern in die Kulturmetropolen und faszinierten dort mit den Klängen ihrer Heimat. Und wer zu Hause blieb, träumte sich musikalisch in die Ferne, inspiriert von Geschichten und Märchen aus aller Welt. Die Welt wurde erfahren und ihre Universalsprache Musik nahm das Kolorit der fremden Länder und Menschen auf, um das Publikum in der Heimat zu verzaubern. Besonders das Klavier-Repertoire zu vier Händen weist eine Fülle von bekannten und vergessenen Reise-Souvenirs auf.

Eintritt: € 15 / ermäßigt € 10



Ausstellung „Ausgrenzung – Raub – Vernichtung“

Dienstag, 10. März 2020, 19:00 Uhr

Ausstellungseröffnung „Ausgrenzung – Raub – Vernichtung: NS-Akteure und ‚Volksgemeinschaft‘ gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern“

Der Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e.V., das Landesarchiv Baden-Württemberg und die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg haben gemeinsam das Buch „Ausgrenzung – Raub – Vernichtung: NS-Akteure und ‚Volksgemeinschaft‘ gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933-1945“ herausgegeben, welches sich mit der wirtschaftlichen Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung während des Nationalsozialismus befasst. Begleitend hierzu gibt es eine Wanderausstellung, die von Gedenkstättenverbund und Landesarchiv konzipiert wurde. In Buch und Ausstellung werden auch Hechinger Beispiele gezeigt.

Dr. Martin Ulmer, Geschäftsführer des Gedenkstättenverbunds und Mitherausgeber, wird den Einführungsvortrag halten.

Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten.

Eine Veranstaltung in der Reihe „1945 damals und heute: 75 Jahre nach der NS-Diktatur und dem Ende des Zweiten Weltkriegs“ der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten in Baden-Württemberg und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.


Die Ausstellung ist am 15., 22. und 29. März von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr zu sehen. Auf Anfrage (info@alte-synagoge-hechingen.de) sind auch andere Öffnungszeiten sowie Führungen möglich.

Eintritt: € 2 / SchülerInnen und Studierende frei



Mittwoch, 18. März 2019, 19:00 Uhr

Bürger bauen Brücken - Für Vielfalt und ein friedliches Miteinander in Deutschland

Vortrag von Staatsministerin Annette Widmann-Mauz

Brücken bauen, Begegnungsräume schaffen – in einem zunehmend polarisierten Gesellschaftsklima ist es wichtig, dass Menschen wieder verstärkt in den Dialog treten. Ob unterschiedliche Herkünfte, ein anderes Aussehen oder verschiedene Religionen: Nur wer bereit ist, miteinander zu reden, kann Trennendes überwinden und Gemeinsamkeiten entdecken. Beispielhaft dafür stehen viele Initiativen wie das von der Integrationsbeauftragten des Bundes geförderte Projekt „Shalom Aleikum" des Zentralrats der Juden in Deutschland. So entsteht Zusammenhalt in einem Land, in dem Vielfalt schon längst Realität ist. Wie diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe konkret gelingen kann, darüber berichtet die Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte für Integration, Annette Widmann-Mauz in ihrem Vortrag.

Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten.

Eine Veranstaltung in der Reihe „1945 damals und heute: 75 Jahre nach der NS-Diktatur und dem Ende des Zweiten Weltkriegs“ der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten in Baden-Württemberg und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.



Sonntag, 29. März 2020, 19:00 Uhr

Antisemitismus und deutsche Demokratie: Theodor Heuss und seine „Feldzüge gegen das Vergessen“

Buchvorstellung von Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Josef Kuschel

Die Abwehr jedes Antisemitismus und der Einsatz für das Lebensrecht des Staates Israels – beides gehört zur Staatsräson der Bundesrepublik Deutschland. Es sind Lernerfahrungen aus dem deutschen Nationalsozialismus und seiner mörderischen Vernichtungspolitik gegenüber Juden. Karl-Josef Kuschel stellt heraus, dass die „Wiedergutmachung“ gegenüber den überlebenden Opfern und die „Aussöhnung“ mit Israel Schwerpunkte der Politik von Theodor Heuss, dem
ersten Präsidenten der Bundesrepublik, waren. Dieses Buch ist eine grundlegende Studie zur deutschen Erinnerungskultur und ein Plädoyer gegen jede Form des Antisemitismus.

Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Josef Kuschel ist Professor i. R. der Universität Tübingen für Theologie der Kultur und interreligiösen Dialogs. Seit 2012 ist er Kuratoriumsmitglied der „Stiftung Weltethos“. 2015 wurde er in den Stiftungsrat des Börsenvereins zur Vergabe des jährlichen Friedenspreises des Deutschen Buchhandels berufen. Von ihm sind zahlreiche Veröffentlichungen zum interreligiösen Dialog und zum Verhältnis von Religion und Gesellschaft erschienen.

In Kooperation mit dem Stuttgarter Lehrhaus – Stiftung für interreligiösen Dialog.

Eine Veranstaltung in der Reihe „1945 damals und heute: 75 Jahre nach der NS-Diktatur und dem Ende des Zweiten Weltkriegs“ der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten in Baden-Württemberg und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.

Eintritt: € 8 / ermäßigt € 6



Samstag, 4. April 2020, 19:00 Uhr

Sternstunden des Vibraphon-Jazz

Konzert mit Dizzy Krisch

Der Tübinger Musiker Dizzy Krisch zitiert in seinem Konzert aus den Tagebüchern berühmter Vibraphonisten. Das Vibraphon ist seit den 1920er Jahren eines der klassischen Instrumente des Jazz. Wegbereiter wie Lyonal Hampton, Terry Gibbs, Victor Feldman und andere konnten in den verschiedenen Epochen des Jazz die wunderbaren Klangmöglichkeiten dieses Instruments für herausragende Kompositionen nutzen. Mit den „Vibraphone Diaries“ erweist Dizzy Krisch, einer der bekanntesten Vibraphonisten, seine Reminiszenz an die Großen des Genres. Mit von der Partie sind außerdem Dieter Schumacher (Schlagzeug), Karoline Höfler (Kontrabass) und Anselm Krisch (Piano).

Der musikalische Prolog wird wieder von einem noch zu gewinnenden lokalen Musiker gespielt.
In der Pause können in der Galerie Schönherr Getränke genossen werden.

Eintritt: Abendkasse € 20 Euro, Vorverkauf € 18 Euro über die Buchhandlung „Das Buch“ am Obertorplatz 12, 72379 Hechingen. Reservierung über Dr. Jürgen Lehmann 07471-3355 oder uro-hechingen@t-online.de.



Sonntag, 3. Mai 2020, 20:00 Uhr

Musik über das Menschsein: Ein Duo-Abend zum Beethovenjahr

Konzert mit Chihiro Saito (Violoncello), Sabine Sauer (Klavier) und Paul Siemt (Sprecher)

Anlässlich des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven (1770-1827) spielen Chihiro Saito und Sabine Sauer in der Alten Synagoge Hechingen. Paul Siemt wird dazu Texte lesen.

Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier und Violoncello Opus 69, A-Dur
- Allegro, ma non tanto – Scherzo, Allegro molto – Adagio cantabile – Allegro vivace

Ernest Bloch: „From Jewish Life“ für Violoncello und Klavier
    „Prayer“ (Andante moderato)
    „Supplication“ (Allegro non troppo)
    „Jewish Song“ (Moderato)

Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier und Violoncello Opus 102 Nr.2, D-Dur
- Allegro con brio – Adagio con molto sentimento d'affeto – Allegro

Eintritt: € 15



Freitag, 8. Mai 2020, 20:00 Uhr

Verbrechen und Erinnerung - 75 Jahre Kriegsende 1945-2020

Vortrag von Dr. Andreas Zekorn, Leiter des Kreisarchivs Zollernalbkreis

Das Gebiet des heutigen Zollernalbkreises ist in zweifacher Hinsicht in Zusammenhang mit nationalsozialistischen Kriegsverbrechen betroffen: Zum einen wurden die jüdischen Gemeinden in Haigerloch und Hechingen ausgelöscht und die meisten jüdischen Mitbürger ermordet. Zum anderen bestanden Konzentrationslager für das Unternehmen „Wüste“, in denen unvorstellbare Verbrechen begangen wurden. Nach Kriegsende fand im Zeitraum bis 1950 relativ rasch eine juristische Aufarbeitung statt: In Rastatt wurden 1946/47 zwei Prozesse vor einem französischen Militärtribunal durchgeführt, bei denen sowohl SS-Personal als auch Funktionshäftlinge zur Rechenschaft gezogen und zum Tode verurteilt wurden. 1965/66 fand ein weiterer Prozess vor dem Hechinger Landgericht in Zusammenhang mit den „Wüste“-Lagern statt. Auch die Auslöschung der jüdischen Gemeinden Haigerloch und Hechingen war Gegenstand von Prozessen. 1947 wurde der frühere Hechinger Landrat Paul Schraermeyer vom Landgericht Hechingen zu 27 Monaten Gefängnis verurteilt, jedoch ein Jahr später im Revisionsverfahren freigesprochen. In der öffentlichen Erinnerung und Wahrnehmung wurden die regionalen NS-Verbrechen dagegen bis etwa Mitte der 1970er-Jahre weitgehend verdrängt. Dies änderte sich erst, als Initiativen zur Aufarbeitung der KZ-Verbrechen und zum Erhalt der Synagogen in Hechingen und Haigerloch entstanden. Verbunden damit war damit in zunehmenden Maß die wissenschaftlich-historische Aufarbeitung der Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinden und der KZ des Unternehmens „Wüste“.

Eine Veranstaltung in der Reihe „1945 damals und heute: 75 Jahre nach der NS-Diktatur und dem Ende des Zweiten Weltkriegs“ der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten in Baden-Württemberg und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.

Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten.



Montag, 18. Mai 2020, 20:00 Uhr

Der arabische Blick auf Israel

Vortrag von Prof. Dr. Johannes Becke

Der arabische Blick auf den Staat Israel wurde geprägt durch Jahrzehnte des Konflikts. Bei näherem Hinsehen zeigt sich aber ein ambivalentes Israel-Bild, das vom Feind bis zum Vorbild reicht. Der Vortrag von Prof. Dr. Johannes Becke, Juniorprofessor an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, bietet eine Einführung in die unterschiedlichen Israel-Bilder der arabischen Welt: Neben antizionistischen Dogmen und antisemitischer Propaganda finden sich Motive der heimlichen Bewunderung, der vorsichtigen Aussöhnung und der Nostalgie nach dem Kulturerbe der orientalischen Juden.

Eintritt: € 8 / ermäßigt € 6



Sonntag, 24. Mai 2019, 19:00 Uhr

Virtuose Gitarrenmusik

Konzert mit Roberto Legnani

Roberto Legnani ist von September 2019 bis Juli 2020 auf Deutschland-Tournee. Mit seiner Gitarre, dem „MODELL LEGNANI“, gebaut von Carl-Hermann Schäfer – einer „Stradivari“ unter den Gitarren –, präsentiert er virtuose und brillante klassische Kompositionen, darunter Bekanntes, aber auch von Legnani wieder entdeckte Meisterwerke, sowie seine großartigen Eigenschöpfungen, u. a. „Moods from the Song of King David“.

Roberto Legnanis präzises Spiel ist von höchster eleganter Meisterschaft. Er ist der Meister des sauberen Tons, einer seltenen Technik unter Gitarristen. Mit gewaltigen Klang- und Farbnuancen lässt er eine eindringliche Atmosphäre entstehen. Durch die herausragende Klarheit und die Vielseitigkeit der musikalischen Wiedergabe sowie durch seine hohe Virtuosität begeistert der „Magier der Gitarre“ immer wieder sein Publikum.


Eintritt: € 20 / ermäßigt (SchülerInnen, Studierende, Auszubildende, Schwerbehinderte) € 16. Tickets unter https://www.elegmusic.com/ticketvorverkauf-roberto-legnani.



Donnerstagabend 4. Juni bis Sonntagnachmittag 7. Juni 2020

„Mirjam‘s Well“

Seminar mit Dr. Meirav Meidan (Israel) und Kornelia Maas

Mirjam’s Well (Be’erah Mirjam) is the name of the spring that miraculously provided water and accompanied the Israelites throughout the 40 years they traveled through the wilderness. Mirjam was the sister of Moshe and Aaron.

We will work in ha’vruta groups (learning together from texts in small groups) focusing on the subject “water.” We will also walk outside guided by water.

Women only!

In englischer Sprache ohne Übersetzung.

Teilnahmegebühr: € 144

Weitere Informationen unter synagoge-hechingen@gmx.de



Hechinger Musiker zu Gast in der Synagoge

Sonntag, 28. Juni 2020, 17:00 Uhr und 20:00 Uhr

Tumbalalaika

Konzert des Gospelchores Hechingen zusammen mit dem Klezmer-Trio

Zum wiederholten Mal präsentiert der Gospelchor Hechingen sein Repertoire an israelischen, jiddischen und arabischen Liedern und zeigt sich seinem Publikum von einer anderen Seite. Einfühlsam werden die jeweiligen Texte intoniert und interpretiert. Zur Aufführung kommen Friedenslieder, Tanzlieder, Liebeslieder u.v.m. Ergänzt und bereichert wird das Konzert durch Klezmer-Musik: Drei junge Musiker entführen die ZuhörerInnen gekonnt in die Welt des Klezmers.

Leitung: Mario Peters
Piano: Jonathan Ferber

Eintritt: Erwachsene € 12 / ermäßigt € 10



Freitag 3. Juli / Samstag 4. Juli / So 5. Juli jeweils 19:00 Uhr, Montag 6. Juli 2020 14:00 Uhr

Paul Levi

Theaterspaziergang mit SchülerInnen des Beruflichen Schulzentrums Hechingen

Die Theater-AG des Beruflichen Schulzentrums Hechingen erarbeitet ein Stück über Paul Levi. Grundlage ist das Stück „Ein Jud aus Hechingen. Requiem für Paul Levi“ von Walter Jens. Eingeflochten sind Szenen zu Gerechtigkeit, Ungerechtigkeit und Zivilcourage, welche die Jugendlichen selbst aus ihrer Lebenswelt erarbeiten. Für diese anspruchsvolle Aufgabe konnten wir den Regisseur Paul Siemt (Theaterpädagogikzentrum Baden-Württemberg, Reutlingen) gewinnen, bekannt vor allem durch seine Theaterspaziergänge.

Aktuelle Informationen und Eintrittspreise in der Tagespresse und auf www.bsz-hechingen.de. Karten sollten reserviert werden.

Beginn in der Aula des Beruflichen Schulzentrums, Am Schlossberg 7, 72379 Hechingen.



Dienstag, 14. Juli 2020, 20:00 Uhr

Das Jahr 1940: Deutsche Kriegsführung, Besatzungsterror und Holocaust

Vortrag von Prof. Dr. Andreas Nachama

In seinem Vortrag gibt Andreas Nachama, Direktor i.R. der Stiftung Topographie des Terrors, einen Überblick über die weitere deutsche Kriegsführung im Jahr 1940 und lenkt den Blick auch auf den deutschen Besatzungsterror in Polen.

Im Jahr 1940 setzte das Deutsche Reich seine militärische Expansion fort. Ab April besetzten deutsche Truppen Dänemark und Norwegen. Die Offensive gegen Frankreich begann im Mai mit dem Einmarsch in die Beneluxstaaten, die innerhalb weniger Tage erobert waren. Nach dem Sieg über Frankreich war die Begeisterung in Deutschland groß. Im Sommer begann die „Luftschlacht um England“. Im okkupierten Polen erfolgten im Zuge der nationalsozialistischen Umsiedlungspolitik weitere Deportationen polnischer Bürger, unter ihnen zahlreiche Juden, aus den annektierten Gebieten in das „Generalgouvernemen““; in größeren Städten richteten die deutschen Besatzungsbehörden Ghettos für Juden ein.

Eintritt: € 8 / ermäßigt € 6

Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Sonntag, 6. September 2020

Carl Goldmark - ein großer jüdischer Komponist

Konzert mit Jochen Brusch (Violine und Moderation), Paola Kling (Sopran) und Clemens Müller(Klavier)

Der im damaligen Österreich-Ungarn geborene Carl Goldmark (1830-1915) stammte aus bitterarmen Verhältnissen und hatte als eines von 20 Geschwistern einen äußerst mühsamen und entbehrungsreichen Aufstieg zu erdulden. In seinem 30. Lebensjahr traten erste Erfolge ein, zunächst bescheidener Art, dann aber vermehrt, bis er schließlich – nicht am wenigsten durch seine Erfolgsoper „Die Königin von Saba“ - zu einer europäischen Berühmtheit wurde. Nach 1933 wurde Carl Goldmark ein typisches Opfer der braunen NS-„Kulturpolitik“. Leider wurde er nach 1945 in Deutschland nicht wieder systematisch rehabilitiert, so dass seine Werke während vieler Jahrzehnte hier kaum bekannt waren. Erst während der letzten Jahre rückte er wieder mehr ins Bewusstsein der musikalischen Öffentlichkeit.

Das Programm enthält Höhepunkte aus Goldmarks Schaffen: Das von wunderbar zarten Melodien durchwobene und äußerst mitreißende Violinkonzert, die ausdrucksvolle „Violinromanze“ op. 51 sowie eine Auswahl seiner schönsten Lieder. Jochen Brusch wird zwischen den Werken einzelne Abschnitte aus Goldmarks hochinteressanter Autobiographie lesen.

Eintritt: € 12 / ermäßigt € 10 / SchülerInnen und Studierende € 5

Tora-Lernkreis - 2020

(in Kooperation mit dem Stuttgarter Lehrhaus - Stiftung für interreligiösen Dialog)

 

Immer montags, 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr.
Mit Prof. Dr. Oliver Dyma.
Der Unkostenbeitrag beträgt € 5 pro Sitzung.

 

13. Januar 2020
17. Februar 2020
9. März 2020
6. April 2020
4. Mai 2020
8. Juni 2020
6. Juli 2020

Allgemeine Öffnungszeiten

Öffnungszeiten: Die Synagoge ist sonntags von 14h bis 17h geöffnet. Der Eintritt beträgt 2 €, SchülerInnen und Studierende haben freien Eintritt. 

Auf Ihren Besuch, Ihre Spende oder auch Ihre Mitgliedschaft freut sich die

Initiative Hechinger Synagoge e.V.,

Heiligkreuzstraße 55,

72379 Hechingen

IBAN:  DE95 6535 1260 0079 0479 08BIC:  SOLADES1BAL (Sparkasse Zollernalb)

 

Enthaltene Personen und Gruppen: Lea Fleischmann, Johanna Pommranz, Joachim Hahn, Kurt Weill, Rudolf  Guckelsberger, Norbert Kirchmann, Sopralaria, Sabine Kreutzberger, Veronique Simons, Wilu Mann, Christiane Schmidt, Mössinger Vokalensemble, Verein Alte Synagoge Hechingen